Zahnpflege für Hunde – Wie behält Bello strahlend weiße Zähne?

Zahnpflege für Hunde – Wie behält Bello strahlend weiße Zähne?

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Ein feuchter Hundekuss ist für manche Menschen der größte Liebesbeweis – unangenehm kann es werden, wenn der vierbeinige Freund arg aus dem Maul müffelt. Schlechter Atem kann nämlich beim Hund wie beim Menschen auf mangelnde Zahnhygiene hindeuten. Hundehalter sollten dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Bakterien im Mund können schlussendlich schwerwiegende Krankheiten auslösen. Mit den folgenden Tipps behält euer Hund das strahlend weiße Gebiss und bleibt gesund.

Zahnpflege beim Hund funktioniert mit diesen Mitteln:

Zahnfreundliches Futter

Zuckerarmes Futter, das die Zähne fordert, hält das Gebiss gesund

Kausnacks

Snacks aus getrockneter Rinderhaut oder Spielzeuge, die das Gebiss mechanisch reinigen, beugen Zahnstein vor.

Zähneputzen

Auch für Hunde gilt: Zahnbürste, Zahnpasta und eine regelmäßige Routine dabei geben die Garantie für ein strahlend weißes "Lächeln".

Professionelle Zahnsanierung

Ist das Gebiss deines Vierbeiners in schlechtem Zustand, kannst du es beim Tierarzt professionell reinigen und von Zahnstein befreien lassen.

Moment mal? Wölfe brauchen doch auch keine Zahnbürste?!

Das stimmt zwar; ist jedoch kein Argument gegen die Zahnpflege beim Hund. Haustiere ernähren sich anders als ihre wildlebenden Verwandten – sie kauen weniger Rohfutter, sondern erhalten weiches Futter aus der Dose, dass teilweise einen sehr hohen Getreideanteil besitzt. Darüber hinaus stehen die Zähne im Kiefer mancher Rassehunde wesentlich enger gedrängt als beim Wolf. Beides macht die Zahnpflege beim Hund nötig.

Zahnfreundliches Hundefutter

Nach dem ersten Zahnwechsel im Alter von 4 bis 7 Monaten zeigt euer Hund euch ein strahlend weißes Gebiss. Ab diesem Moment beginnt das Futter nach und nach Spuren zu hinterlassen. Wollt ihr die Zähne eures Lieblings bereits bei jeder Fütterung möglichst pfleglich behandeln, solltet ihr eine der folgenden Futtersorten wählen:

Hundezahnpflege nebenbei: Kausnacks und Co

Harte Snacks und Spielzeuge zum Kauen helfen dabei, dass dein Hund sein Gebiss zwischendurch selbst reinigt. Durch die Reibung wird Zahnbelag entfernt und die Bakterienlast im Mundraum verringert. Dazu eignen sich die folgenden Snacks und Spielzeuge:

Zähne eines Hundes
Beginnender Zahnstein zeigt sich als gelber Belag an den Zahnhälsen. (Foto: mraoraor | Adobe Stock)

Soll ich meinem Hund die Zähne putzen?

Falls dein Hund durch Fütterung oder genetische Faktoren zu Zahnsteinbildung neigt und den Zahnbelag mit Kausnacks nicht selbst ausreichend reduzieren kann, geben Tierärzte die klare Empfehlung zum Zähneputzen. Idealerweise bringst du es einem Hund im Welpenalter bei – allerdings lassen sich auch Hundesenioren mit den richtigen Hilfsmitteln noch vom Zähneputzen überzeugen. Das funktioniert so:

Achtung

Nutze für deinen Hund niemals Zahnpasta für Menschen. Sie enthält zuweilen künstliche Süßungsmittel wie Xylit, die für Hunde extrem giftig sind.

Schnelle Hilfe: Die professionelle Zahnreinigung für den Hund

Leidet dein Hund unter starkem Zahnsteinbefall, kann dieser vom Tierarzt entfernt werden. Dazu wird der Hund in Narkose gelegt, und die Zähne werden mit speziellen Werkzeugen und Polierpaste gereinigt. Bei Bedarf kann der Tierarzt während dieser Prozedur auch schadhafte oder faulige Zähne ziehen und das Gebiss auf diese Weise sanieren.

Vorteile Mögliche Probleme
Gründliche Zahnsteinentfernung Narkoserisiko
Schmerzlos und nicht stressig für den Hund Kosten um 100 €, mehr wenn Zähne gezogen werden müssen
Gute Basis für weitere Zahnpflege Keine regelmäßige Lösung

Tipp

Eine gute Gelegenheit für eine professionelle Zahnreinigung beim Hund ist eine OP, bei der das Tier ohnehin narkotisiert werden muss (z.B. eine Kastration oder die Entfernung eines Geschwürs). Auf diese Weise setzt du deinen Liebling nicht zu häufig dem Narkoserisiko aus.

Welchen Schaden kann mangelnde Zahnpflege beim Hund anrichten?

Zahnstein und faule Zähne sind bei Weitem nicht nur ein kosmetisches Problem deines Haustiers. Sie können teilweise schwerwiegende Folgen haben:

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